9. April 2026

Elektroimpuls-Verfahren: Flachdach Leckortung mit Erfahrung und Verantwortung

Die Frage, wie man Flachdächer wirklich dicht bekommt - und vor allem, wie man ihre Dichtheit nachweislich prüft - begleitet die Baupraxis seit Jahrzehnten. Denn eines zeigt die Erfahrung immer wieder:


Ein Flachdach kann optisch einwandfrei erscheinen und dennoch undicht sein.

Genau an diesem Punkt beginnt die Geschichte der ILD Group - und die enge Verbindung zum EFVM®‑Verfahren (Electric Field Vector Mapping), einem der weltweit etabliertesten Verfahren zur Flachdach Leckortung.

Zwei Messtechniker bei der Flachdach Dichtigkeitsprüfung mit EFVM.
Bei der Dichtigkeitsprüfung mittels Elektroimpulsverfahren

Warum klassische Ansätze oft nicht ausreichen

Als die ILD Mitte der 1990er‑Jahre gegründet wurde, war die Situation auf vielen Flachdächern ähnlich: Undichtigkeiten waren vorhanden, doch die Ursachen blieben häufig unklar.

Zwar existierten bereits erste technische Geräte zur Leckageortung, doch es fehlte an:

  • klaren Messkonzepten

  • reproduzierbaren Ergebnissen

  • fundierter Einweisung und Erfahrung im Umgang mit der Technik

Wie Markus Brühl, einer der Geschäftsführer der ILD Group, rückblickend beschreibt, war die Technik grundsätzlich vorhanden - aber nicht verstanden. Und genau hier setzte die ILD an: nicht nur messen, sondern verlässliche Aussagen ermöglichen, auf die sich Auftraggeber verlassen können.

Nur Beine von Techniker unter Aufbaut zu sehen, bei einer Flachdach Leckortung von ILD Deutschland.
Messtechniker auf der Suche

Was ist das Elektroimpulsverfahren?

Das EFVM®‑Verfahren (Electric Field Vector Mapping) ist ein elektrophysikalisches Messverfahren zur Flachdach Leckortung und Dichtheitsprüfung.
Es basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip:

Wasser ist elektrisch leitfähig - eine intakte Abdichtung nicht.

Bei der EFVM®‑Messung wird durch einen Wasserfilm ein elektrisches Feld auf der Dachfläche aufgebaut.
Dringt Wasser durch eine Undichtigkeit in den Dachaufbau ein, verändert sich dieses Feld.
Diese Veränderung lässt sich messen und eindeutig lokalisieren.

Der entscheidende Vorteil:
Undichtigkeiten können auch unter Aufbauten, Begrünungen oder Auflasten gefunden werden, ohne die Dachfläche großflächig zu öffnen.

Dichtheitsprüfung ist nicht gleich Leckageortung

Eine zentrale Erkenntnis aus der langjährigen Praxis der ILD Group ist:


Dichtheitsprüfung und Leckageortung sind zwei unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichen physikalischen Vorraussetzungen.

  • Bei der Leckageortung ist bereits Wasser eingedrungen - die Schadstelle soll lokalisiert werden.

  • Bei der Dichtheitsprüfung geht es um die Frage: Ist das Dach dicht oder nicht? - oft ohne sichtbaren Schaden.

Das Ziel bleibt das gleiche: belastbare Ergebnisse.

Eine Karte mit Lineal der ILD Deutschland um eine gefundene Schwachstelle bei der Leckageortung zu messen.
Gefundene Schwachstelle bei der Leckageortung

Internationale Verbreitung des EFVM®‑Verfahrens

Ab dem Jahr 2000 gewann das EFVM®‑Verfahren auch international an Bedeutung. Insbesondere in Nordamerika entstand auch der Begriff Electric Field Vector Mapping (EFVM®), der heute weltweit verwendet wird.

Die ILD Group steht bis heute im engen Austausch mit internationalen Partnern und unabhängigen Unternehmen, die das Verfahren anwenden. Der kontinuierliche Dialog über technische Weiterentwicklungen, neue Dachaufbauten und Praxiserfahrungen ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit.

Flachdächer werden komplexer - unser Anspruch als ILD Group

Die Nutzung von Flachdächern hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert:

  • extensive und intensive Begrünung

  • Photovoltaik‑Anlagen

  • Retentionsdächer

  • technische Aufbauten

  • Urban Gardening

Diese Entwicklungen erhöhen den Nutzen - aber auch die Komplexität. Eine Flachdach Leckortung wird damit anspruchsvoller, da große Flächen nicht mehr ohne Weiteres zugänglich sind.

Deshalb ergänzt die ILD Group das EFVM®‑Verfahren zunehmend durch Monitoring‑Systeme, etwa zur dauerhaften Überwachung sensibler Bereiche. So lassen sich Veränderungen früh erkennen, ohne das gesamte Dach prüfen zu müssen. Eine Zahl aus der Praxis verdeutlicht die Verantwortung:


Über 50 % der geprüften Flachdächer weisen bereits bei der Erstprüfung Mängel auf.

Die ILD Group versteht sich nicht als reiner Dienstleister, sondern als kompetenter Partner:

  • Wir beraten ehrlich, selbst wenn eine Messung unter gegebenen Voraussetzungen nicht sinnvoll ist.

  • Wir benennen klar, welche elektrophysikalischen Bedingungen erfüllt sein müssen.

  • Wir liefern keine Ergebnisse, hinter denen wir nicht zu 100 % stehen.

Nicht die Größe ist unser Ziel - sondern Qualität, Verlässlichkeit und Vertrauen.

Ein Messtechniker mit Messsonden bei der EFVM Messung.
Mit den Messsonden unterwegs

Fazit: EFVM® als Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit Flachdächern

Das EFVM®‑Verfahren ist für uns kein Selbstzweck und keine Technik um der Technik willen.
Es ist ein präzises Werkzeug, um Flachdächer objektiv, nachvollziehbar und frühzeitig zu beurteilen.

Richtig eingesetzt, hilft das EFVM®‑Verfahren dabei, Schäden zu vermeiden, bevor sie sich im Gebäude bemerkbar machen.

Gleichzeitig trägt eine belastbare Flachdach Leckortung dazu bei, Streitfälle zu reduzieren.

Nicht zuletzt schützt das EFVM®‑Verfahren Investitionen. Flachdächer sind heute hochkomplexe Bauteile mit erheblichen Kosten – für Abdichtung, Aufbauten, Technik und Nutzung.

Seit über 30 Jahren: Flachdach‑Leckortung mit Verantwortung