Klaus, was antwortest du, wenn ein Bauherr wissen möchte, was Flachdach Monitoring pro Quadratmeter kostet?
Einen allgemeingültigen Quadratmeterpreis halte ich für wenig aussagekräftig. Zwei Dächer mit jeweils 5.000 Quadratmetern können ein völlig unterschiedliches Monitoring-Konzept benötigen.
Die Dachfläche spielt bei der Kalkulation zwar eine Rolle. Sie allein sagt jedoch wenig darüber aus, wie das Monitoring konkret geplant werden muss.
Zu den wesentlichen Einflussfaktoren gehören:
Dachgröße und Dachgeometrie
Dachaufbau
Gefälle und Entwässerung
Anzahl voneinander getrennter Dach- oder Entwässerungsbereiche
Art und Position der Messpunkte
Neubau oder Bestandsdach
Zugänglichkeit
Begrünung, Retention, PV oder technische Aufbauten
Installation und Inbetriebnahme
Datenübertragung und laufender Betrieb
Warum reicht die Quadratmeterzahl für eine Kalkulation nicht aus?
Die entscheidende Frage ist nicht nur: Wie groß ist das Dach? Ich möchte zuerst wissen, wie das Dach aufgebaut ist, wo sich Wasser sammeln oder Feuchtigkeit weiterverteilen kann und welche Bereiche wir überwachen wollen.
Erst daraus entsteht ein sinnvolles Monitoring-Konzept.
Ein großes, konstruktiv einfaches Dach kann beispielsweise weniger komplex zu überwachen sein als eine kleinere, stark gegliederte Fläche mit mehreren Entwässerungsbereichen, unterschiedlichen Dachaufbauten oder zahlreichen technischen Einrichtungen.
Deshalb beginnt die Kalkulation für mich nicht mit einem Preis pro Quadratmeter, sondern mit dem Dach und der Frage, was wir dort zuverlässig erkennen wollen.