Ein besonders spannender Teil der Veranstaltung waren die Fachvorträge der einzelnen Länder. Dabei wurde schnell deutlich: Obwohl wir alle mit denselben Verfahren arbeiten, unterscheiden sich die Rahmenbedingungen teilweise erheblich.
In Neuseeland wurden beispielsweise Projekte vorgestellt, bei denen Warmdachkonstruktionen ohne klassische mechanische Befestigungen aufgebaut werden. Dort standen Fragen rund um Bewegungen innerhalb des Dachaufbaus, Feuchtigkeit in der Dämmung und die langfristige Entwicklung von Dachsystemen im Mittelpunkt.
Die Kollegen aus Australien präsentierten eines ihrer Großprojekte am historischen Queen Victoria Market in Melbourne. Dort wurden während der Bauphase insgesamt 66 einzelne ILD-Einsätze durchgeführt, um die Abdichtung kontinuierlich zu kontrollieren und mittels EFVM® zu prüfen. Das Projekt verdeutlichte eindrucksvoll, welche Rolle Qualitätssicherung bereits während der Bauphase spielt.
Auch die Präsentation aus Slowenien sorgte für intensive Diskussionen. Anhand von vier realen Praxisfällen wurden unter anderem ungewöhnliche Nahtschäden an Kunststoffabdichtungen, die Vorbereitung von Kiesdächern für EFVM®-Prüfungen, UV-Wassertests sowie die besonderen Herausforderungen von PV-Dächern vorgestellt. Statt fertige Antworten zu präsentieren, standen dabei bewusst die Erfahrungen der einzelnen Länder im Mittelpunkt.