Die rätselhafte Schönheit der Hängenden Gärten von Babylon: ein antikes Wunder als Inspiration

In der Wiege der Zivilisation, mitten in der geschäftigen Metropole von Babylon, stand einst ein architektonisches Wunder, das weiterhin die Vorstellungskraft von Historikern, Architekten und Träumern gleichermaßen fesselt – die Hängenden Gärten von Babylon. Die Geschichte dieser Gärten ist in Legenden gehüllt, von Mysterien umgeben und mit einer Pracht geschmückt, die der Zeit trotzt.

Nach alten Überlieferungen wurden diese Gärten vom König Nebukadnezar II. im 6. Jahrhundert v. Chr. erbaut, als Geschenk an seine Frau, Königin Amytis von Medien, die sich nach der grünen Landschaft ihrer Heimat sehnte. Das Spektakel üppiger Vegetation, kaskadierender Terrassen und komplexer Bewässerungssysteme war atemberaubend – ein Paradies im Herzen einer blühenden Stadt.

Trotz ihrer Prominenz in historischen Texten und Erzählungen hinterlassen die Hängenden Gärten von Babylon mehr Fragen als Antworten. Das Fehlen konkreter archäologischer Beweise hat zu Debatten über ihre tatsächliche Existenz geführt und Gelehrte dazu veranlasst, tiefer in alte Aufzeichnungen und Berichte einzutauchen.

Antike Historiker wie Strabon und Philo von Byzanz haben diese Gärten beschrieben, aber ihre Schriften unterschieden sich oft in Details. Die Berichte von Herodot waren zwar anschaulich, aber sie spezifizierten nicht den Standort der Gärten. Diese Diskrepanzen haben unter Historikern Zweifel an der tatsächlichen Existenz der Gärten genährt.

Trotz der detaillierten Beschreibungen haben Ausgrabungen in Babylon nur wenig direkte Beweise für diese Gärten erbracht. Einige Forscher schlagen vor, dass sich die Gärten möglicherweise in Ninive, der Hauptstadt Assyriens, befunden haben könnten, aufgrund einer möglichen Fehlübersetzung von Texten.

Beschreibungen aus alten Texten stellen die Gärten als ein architektonisches Wunder dar, mit Terrassen, die wie Treppen ansteigen, und Pflanzen, die in gestufter Form angeordnet sind. Ingenieurstechnische Meisterleistungen wie ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, das Wasser aus dem Fluss Euphrat bezog, sollen diese grüne Oase erhalten haben.

Ob diese einzigartigen Gärten nun eine greifbare Realität oder eine faszinierende Legende sind, sie können eine Inspiration und Motivation für eine neue Bauweise sein.

Wir brauchen grünere Städte. Retention, Solarenergie und sauberere Luft durch Begrünung können hier die Lösung sein.

Die hängenden Gärten machen es vor – setzen wir es in die Realität um.

(Quellen:)

  1. Strabon, Philo von Byzanz, Herodot – Antike Historische Texte
  2. Stephanie Dalley – „Das Geheimnis der Hängenden Gärten von Babylon“ (Oxford University Press, 2013)
  3. K. Bealby – „Die Sieben Weltwunder der Antike“ (2008)
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